Faserkunst

Eine Hommage ans Selbermachen

Pretty as a peacock shawl

Vier Wochen hatte ich veranschlagt, sechs sind letztlich daraus geworden: ein Monsterprojekt, der Pretty as a peacock shawl fürs ältere Töchterlein zum Geburtstag. Passendes Garn war also gefragt. Da es für einen festlichen Anlass bestimmt ist, war Sockenwolle im Farbverlauf nicht das Garn der Wahl. Edel sollte es sein. Es sollte ein bißchen glänzen und ein bißchen flauschig sein. Und ein bißchen pastellig. Außerdem leicht, ein Hauch.
 
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Das war Liebe auf den ersten Blick! Und obwohl ich die Fehler in der Anleitung verflucht habe, werde ich das gute Stück nochmal stricken. Für mich. In Altrosa. Das habe ich nämlich auch gleich noch gehamstert. Leider wird Lace Lux momentan ausverkauft und danach auch nicht mehr erhältlich sein. Ein Jammer!
 
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Ja, wie gesagt, Fehler in der Anleitung. Bei ca. 500 Maschen pro Reihe wirklich höchst unerfreulich. Da braucht es ein bißchen Nervenfutter. Ich frage mich nur, wie das erst für unerfahrene Strickerinnen ist, die diese Fehler erst nach 10 Reihen oder gar nicht bemerken und sich ratlos die Haare raufen. Nun ja, das Ergebnis ist dafür umso schöner, wenn man denn bis dahin durchgehalten hat. Ich habe das gute Stück schon einmal vor ein paar Jahren gestrickt. Mit ähnlich dünnem Garn. Aber so groß wie dieses jetzt ist es nicht geworden. Man kann sich quasi darin einhüllen. Nicht schlimm aber, da es ganz leicht ist und man es auch lässig zusammenraffen und um die Schultern schlingen kann.
 
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Leider habe ich es nicht geschafft, das gute Stück in voller Pracht ausgebreitet zu fotografieren. Dafür reichte die Zeit einfach nicht mehr. Das hole ich dann nach, wenn das zweite Tuch seiner Art fertig ist. In einem kühlen Altrosa. In 1 … 2 … 5 Jahren …
 
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Was soll ich sagen … der Pretty as a peacock shawl ist für mich einer der Schönsten, der bei Ravelry zu finden ist.
 

Sommerliches Ajourtop in weich und luftig

Normalerweise bin ich kein Freund von Strickwaren aus Baumwolle. Zu glatt, zu wenig weich auf der Haut, zu wenig aufnahmefähig für Feuchtigkeit und wenn doch, dann zu langsam trocknend. Außerdem sich unverhältnismäßig in die Länge ziehend … usw.

 

Kürzlich fiel mir im Wollgeschäft jedoch ein Knäuel des Garnes Linie 362 Donita ins Auge, weil: Pink + Batikoptik. In der Hand erstaunlich weich. Nein, ich trage kein Pink. Steht mir nicht und war noch nie mein Fall. Anders jedoch die Ältere meiner Töchter, ein echter Pink-Fan. Die Optik des zugehörigen Ajourtops überzeugte mich im Anleitungsheft vollends und das Garn durfte mit.

 

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Abweichend von der Anleitung gab ich dem Top keinen festen, sondern einen Rollrand. Sehr hübsch, sehr weich, sehr luftig. Ich bin entzückt.

 

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Das Töchterlein bekam’s zum Geburtstag und war ebenso begeistert. Anders als auf der Puppe sitzt es bei ihr etwas lockerer, was wiederum bei den jetzigen Temperaturen und einer Wohnung unterm Dach sehr angenehm ist. Gestrickt ist diese Variante in 34/36. Nun entsteht gleich anschließend noch ein solches Top in 42/44 und jeansblau für mich selbst.
 
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Hier noch einmal ein klein wenig verschwommen das Sternchenmuster. Es begeistert mich immer wieder und ist so angenehm zu stricken.

 

Neues fürs Bad

 

Waschlappen Rosa/Lila-Töne gestrickt mit Paris by Drops von Faserkunst
 

Beim Ausmisten von Kleider- und Wäscheschränken und damit verbundener Bestandsaufnahme stellte ich fest, dass „sauber“ nicht unbedingt gleich bedeutend ist mit „schön“. Zwar mögen 20 Jahre alte Handtücher noch ihren Zweck erfüllen, doch blieb der Flausch im Laufe der Jahre eindeutig auf der Strecke. Das älteste Stück in der Sammlung ist ein Badetuch mit Zwergen, dass mich schon seit meinem Kleinkindalter begleitet. Wie lange das her ist? Breiten wir lieber das Handtuch des Schweigens darüber … Nun sind Handtücher aber irgendwie etwas, wovon man immer zuviel hat und was man immer noch für gut genug befindet. Deshalb tue zumindest ich mich schwer, Neue zu kaufen. Wie aber schon Douglas Adams in seinem Reiseführer durch die Galaxis rät: Man sollte immer ein Handtuch dabei haben. Und im Film sahen diese nicht so fadenscheinig aus wie meine historischen Stücke. Kurzum: ein Neukauf wurde fällig und nun zieren flauschig weiche, beerenfarbene und lindgrüne Stücke das Bad.

 

Einen ähnlich traurigen Anblick boten im Zuge der Begutachtung auch die Waschlappen. Bunt durcheinander in Größe und Farbe, wobei ich nicht sicher bin, ob das Wort „Farbe“ dem Erscheinungsbild überhaupt entspricht. Und der Zustand … nun ja. Jetzt bin ich eigentlich nicht jemand, der den Drang hat, auf die Welle des Wasch- und Spüllappen-Strickens aufzuspringen. Aber ein Bild, gefunden in den Weiten des www, mit pastellfarbenen, dicken, schön gemusterten Läppchen, passend zur Badeinrichtung, verleitete mich dann doch. Zumal man das Muster in null Komma nix im Kopf hat und die Stücke ohne zu Überlegen stricken kann, wo man geht und steht. Nun also oute ich mich: Ich bin jetzt auch Besitzerin selbst gestrickter Waschlappen:

 

Waschlappen Blau-/Grüntöne gestrickt aus Paris by Drops von Faserkunst

 

Das Muster erklärt sich anhand der Fotos von selbst: Maschenzahl für die gewünschte Größe anschlagen und so wählen, dass das Muster aufgeht. Vorderseite: 3 re – 1 li – 2 re – 1 li – 2 re … 1 li – 3 re. Rückseite: 1. und letzte M re, alle anderen M stricken, wie sie erscheinen. Reihe 3: wie Reihe 1. Reihe 4: alle M re.

 
Waschlappen Rosa-/Lila-Töne aus Paris by Drops gestrickt von Faserkunst, Farbnummern
 
Für alle, die sich für die Farben interessieren, hier noch die jeweils zugehörigen Farbnummern. Beim Garn handelt es sich um Paris von Drops, waschbar bei 60 Grad. Gebraucht habe ich jeweils genau 1 Knäuel.
 
Waschlappen Blau-/Grüntöne aus Paris by Drops gestrickt von Faserkunst, Farbnummern
 

Wer also auf den Geschmack gekommen ist: Viel Spaß beim Nachstricken!